Hofbesichtigung Heiner Hagen - Lohe

Feuerwehr Barßel

Montag, 21 Juli 2014, 19:30:
Im Rahmen des Dialogabends Dorfgespräch, einer Initiative der Katholischen Landvolk Hochschule Oesede, wurden wir von unserem aktiven Kameraden Eugen Hagen zu einer Hofbesichtigung des Familienbetriebes Hof Hagen in Lohe eingeladen.
Die Dialogreihe Dorfgespräch bietet allen interessierten Anwohnern, Nachbarn und Freunden die Gelegenheit, auf teilnehmenden Höfen einen landwirtschaftlichen Betrieb vor Ort einmal "hautnah" zu besichtigen und sich ein konkretes Bild der Erzeugnisse und der technischen Abläufe und Anforderungen zu machen. Dabei soll auch gezeigt werden, dass das oftmals durch negative Medienberichte getrügte Bild von skrupellosen Fleischerzeugerbetrieben nicht die Regel ist, sonder die Vielzahl der Betriebe in ihrer dörflichen Umgebung mit den Aufgaben gewachsen sind und die modernen Produktionswege immernoch im Einklang mit den bäuerlichen Traditionen und Werten von Familienbetrieben stehen.
Unter der Anleitung von 2 Referenten der Landvolk Hochschule sowie Eugen, Marlene und Heiner Hagen wurde nach einer kurzen Einführung in das Spektrum des Betriebes die einzelnen Bereiche Bullen-, Schweine- und Hähnchenhaltung in Gruppen abwechselnd besichtigt. Dabei wurde schnell klar, dass neben den vielen Aufgaben rund um die Versorgung der Nutztiere die heutige Landwirtschaft auch ein hohes Mass an einzuhaltender Hygiene und lückenloser Dokumentation erfordert.
Hierzu zählen neben der grundsätzlichen Sauberkeit das Vermeiden von jeglichen Eintragungen von Außen in die Ställe, der ausgewogene Einsatz der Futtermittel und die schonende Verwendung von Medikamenten und Einhaltung deren Fristen für den rüstandsfreien Abbau vor der Verwertung als Fleischerzeugnis. Daher wurden auch die Begehungen speziell der anfälligeren Hähnchen- und Schweineställe in sterilen Einweg-Schutzanzügen mit Schuhüberziehern durchgeführt. Alle Teilnehmer waren beeindruckt von dem hohen technischen Standards, welche für die Gesundheit der Tiere, aber auch zum Schutz der Umgebung erforderlich sind. Rechnergesteuert wird die Futtergabe geregelt, Klima-Installationen und Lüftungen sorgen für konstante Bedingungen in den Ställen und Abluftgebläse mit Biofiltern reduzieren die Geruchsbelästigungen für die Nachbarschaft. Zudem unterliegen der Betrieb und alle dort heranwachsenden Tiere regelmäßigen Kontrolle durch Veterinäramt und den weiterverarbeitenden Handelsgesellschaften.
Unsere Wehr nahm mit 45 Kameraden/-innen an dem Hofbesuch teil. Viele kennen bereits die Struktur eines landwirtschaftlichen Betriebes, konnten aber am konkreten Beispiel noch neue Eindrücke und aktuelle Informationen der jetzigen Abläufe in der Lebensmittelerzeugung sammeln. Zudem diente unseren Kamaraden die Besichtigung auch zur Aufbesserung der Ortskenntniss für den unerwünschten Fall eines Einsatzes.

Rundum zeigte sich ein gesunder und sorgfälltig geführter Bauernhof mit der Arbeitsteilung unter den Generationen von seiner besten Seite.
Wir bedanken uns bei der Familie Hagen und den Mitarbeitern der Landvolk Hochschule für die Einladung zu dem schönen und informativen Abend.

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