Feuerwehr Barßel bildet Einsatzkräfte in der Großtierrettung fort

Feuerwehr Barßel [JS]

ComCavalo

Wenn Pferde, Rinder oder andere Großtiere in Not geraten, sind häufig auch die Feuerwehren gefordert. Um auf solche besonderen Einsatzlagen besser vorbereitet zu sein, fand am 20. Juli 2026 bei der Feuerwehr Barßel ein Lehrgang zur Großtierrettung statt. Insgesamt 20 Feuerwehrmitglieder nahmen an der ganztägigen Fortbildung teil.

Einsätze mit Großtieren stellen für Einsatzkräfte eine besondere Herausforderung dar. Während Brände oder technische Hilfeleistungen zum Feuerwehralltag gehören, verfügen nur wenige Feuerwehrmitglieder über regelmäßigen Kontakt zu Pferden oder Rindern. Entsprechend groß ist oftmals die Unsicherheit im Umgang mit den Tieren. Hinzu kommt, dass bei Einsätzen nicht immer Tierhalter oder andere fachkundige Personen vor Ort sind, die unterstützen können.

Wie wichtig eigenes Wissen und praktische Erfahrung sind, zeigte sich bereits bei einem früheren Einsatz der Feuerwehr Barßel. Damals konnte durch die Leitstelle während des laufenden Einsatzes kein Tierarzt gefunden werden, der die Rettungsmaßnahmen unterstützen konnte. Umso wichtiger ist es, dass die Einsatzkräfte in solchen Situationen über grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Großtieren und deren Rettung verfügen.

Um diese Wissenslücken zu schließen, konnte die Feuerwehr Barßel den erfahrenen Trainer Michael Böhler von der Firma ComCavalo für einen Lehrgang gewinnen. Am Vormittag stand zunächst die Theorie auf dem Programm. Dabei wurden unter anderem das Verhalten von Großtieren, mögliche Gefahren für Mensch und Tier sowie verschiedene Rettungsmethoden behandelt.

Am Nachmittag folgte der praktische Teil. Hier kam ein von Michael Böhler mitgebrachtes Kunststoff-Übungspferd namens Hope zum Einsatz, das an diesem Tag wahrlich keinen leichten Stand hatte. Mehrfach wurde es aus unterschiedlichen Notlagen befreit, um möglichst realistische Einsatzszenarien nachzustellen.

Die Teilnehmer übten dabei das tiergerechte Anbringen von Rettungsgurten, verschiedene Techniken zum Unterführen der Gurte unter dem Tier sowie Methoden, um ein verunglücktes Tier möglichst schonend wieder auf festen Untergrund oder sicher auf die Beine zu bringen. Dabei wurde deutlich, dass neben technischem Wissen vor allem Ruhe, Teamarbeit und ein strukturierter Ablauf entscheidend für eine erfolgreiche Rettung sind.

Von 8:00 Uhr morgens bis 17:00 Uhr am Nachmittag waren die Teilnehmer gefordert. Am Ende waren sich alle einig: Der Lehrgang war anstrengend, aber äußerst lehrreich. Die gewonnenen Erkenntnisse und praktischen Erfahrungen werden dazu beitragen, künftig noch sicherer und professioneller bei Einsätzen mit Großtieren handeln zu können.

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