Feuerwehr Barßel verzichtet auf vereinbarte Zahlung nach Flohmarkt in Elisabethfehn

Feuerwehr Barßel [JS]

Am Christi Himmelfahrt, dem 14. Mai 2026, fand in Elisabethfehn erneut der traditionelle Riesenflohmarkt entlang des Elisabethfehnkanals statt. Auf einer Strecke von rund 10 Kilometern boten zahlreiche Händler ihre Waren an und lockten zehntausende Besucherinnen und Besucher an.

Die Freiwillige Feuerwehr Barßel unterstützte die Veranstaltung wie in den vergangenen Jahren mit ihrem Boot „August Reudink Senior“. Über den gesamten Tag hinweg wurde der Elisabethfehnkanal in drei Schichten besetzt, um im Bedarfsfall schnell helfen zu können.

Zu den Aufgaben gehörte insbesondere die Unterstützung des Rettungsdienstes, beispielsweise durch Transporte über den Wasserweg, sowie die Mithilfe bei der Suche nach vermissten Kindern im dichten Markttreiben.

Bereits am Vortag wurde das Boot einsatzbereit gemacht und zu Wasser gelassen. Die Vorbereitungen wurden dabei auch von einer TV-Produktionsfirma begleitet, die im Auftrag des ZDF eine Reportage über den Flohmarkt erstellt.

Im Nachgang der Veranstaltung wurde bekannt, dass der Veranstalter des Flohmarktes Opfer eines Diebstahls geworden ist und dabei erheblicher Schaden entstanden ist.

Die Freiwillige Feuerwehr Barßel hat sich dazu entschieden, nach dem Riesenflohmarkt in Elisabethfehn auf die vereinbarte Zahlung des Veranstalters, die als Gegenleistung für die Fahrten mit dem Boot vereinbart war, zu verzichten.

Hintergrund ist der bekannt gewordene Diebstahl, bei dem der Veranstalter des Flohmarktes erheblich geschädigt wurde. Die Feuerwehr Barßel reagiert damit bewusst auf die besondere Situation und möchte ein Zeichen der Solidarität setzen.

Unsere Aufgabe ist es nicht nur, in Notlagen technische Hilfe zu leisten, wir verstehen uns auch als Teil der Gemeinschaft. Dazu gehört es, füreinander einzustehen – gerade dann, wenn jemand unverschuldet oder auch durch unglückliche Umstände in eine schwierige Lage gerät.

In den vergangenen Tagen wurde in den sozialen Medien auch darüber diskutiert, wie es zu dem Diebstahl kommen konnte. Die Feuerwehr Barßel beteiligt sich bewusst nicht an solchen Bewertungen. Für die Einsatzkräfte steht vielmehr im Vordergrund, Menschen in schwierigen Situationen beizustehen – unabhängig davon, wie diese entstanden sind.

Im Einsatz erleben wir immer wieder, dass Unglücke und Fehler Teil des Lebens sind. Entscheidend ist für uns, wie wir als Gemeinschaft damit umgehen. Nächstenliebe und gegenseitige Unterstützung sind Werte, die unsere Arbeit prägen – nicht nur im Einsatz, sondern auch darüber hinaus.

Mit dem Verzicht auf die Spende möchte die Feuerwehr ein Zeichen setzen für Zusammenhalt, für Verantwortung und für ein respektvolles Miteinander.

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