Feuerwehr Barssel

Sonderlage - Sturmschäden "Tief Xavier"

Sturmtief Xavier sorgte am Donnerstag, den 05.Oktober, ab 12:10 für den wohl einsatzreichsten Tag des letzten Jahrzehnts für die Feuerwehr Barßel. Gegen 12 Uhr fegten flächendeckend mehrere Böenwellen mit einer Windstärke von mehr als 120 km/h über die Gemeinde Barßel hinweg. Im Minutentakt wurde die Feuerwehr Barßel über Meldeempfänger zu immer mehr blockierten Straßenzügen alarmiert. Bereits die 4. Meldung sorgte zudem mit dem im Vorbericht erläuterten Hilfeleistungseinsatz "Oberleitung an Bahn - Regionalexpress, Apen" für eine zusätzliche Verschärfung der Lage.

Der Großteil der Einsätze war in den Orten Harkebrügge und Elisabethfehn zu verzeichnen. Hier waren sowohl die Durchgangsstraßen Müggenberg/Dorfstraße (L832) und die Kortemoorstraße/Glittenbergstraße, als auch zahlreiche innerörtliche Straßen durch mehrere, (teils bis zu 10), oftmals mächtige Eichen und Buchen komplett blockiert. Des Weiteren waren auch die Oldenburger Straße und Hauptstraße in Elisabethfehn und die Loher Straße
zwischen Elisabethfehn und Godensholt unpassierbar. Hinzu kamen diverse weitere Einsatzstellen in mehreren Straßenzügen von Barßel, Klostermoor und Reekenfeld. Insgesamt liefen allein über Meldeempfänger über 40 Einsätze auf, hinzu kamen noch weitere Alarmierungen per Telefon sowie Direktmeldungen an das Feuerwehrhaus Barßel.

Großen Dank sei an dieser Stelle den zahlreichen freiwilligen Helfern aus Landwirtschaft und der Nachbarschaft in den Ortsteilen ausgesprochen, die sich sofort mit Treckern, Radladern und nicht zuletzt auch zusätzlichem Personal an der Aufräumarbeiten beteiligten und so in relativ kurzer Zeit für eine Entspannung der Lage und die Räumung der wichtigsten Verbindungen sorgten. Ohne diese Hilfe wären die Hauptstraßen erst Stunden später und die
Nebenstraßen sicherlich erst am nächsten Tag wieder frei befahrbar geworden. Dieser Dank gilt auch den Mitarbeitern des Bauhofes der Gemeinde Barßel sowie der Straßenmeisterei Friesoythe,
die auch sofort mit starkem Gerät und umfangreichem Personal tätig wurden.

Im Verlauf des Tages war die Feuerwehr Barßel mit 6 Fahrzeugen und 32 Mitgliedern bis 18 Uhr im Einsatz. Hinzu kam noch eine Nachalarmierung um etwa 19 Uhr zu weiteren Bäumen in
Harkebrügge. Hieran nahmen nochmals 16 Kameraden teil.

Neben der Gemeinde Barßel waren alle Feuerwehren des gesamte Landkreises Cloppenburg im Dauereinsatz. Die Großleitstelle Oldenburg (GOL) betrieb bis in die Abendstunden den Sonderlagenraum mit stark erweiterter Personalbesetzung. Ab Mittag wurden in allen Schwerpunktwehren des Landkreises lokale Führungstellen in den Feuerwehrhäusern eingerichtet, um die Menge der Einsätze abarbeiten zu können.