Feuerwehr Barßel

Feuerwehr Barssel

Wasserrettung Harkebrügge

Am Abend des 1. Juli wurde die Feuerwehr Barßel zu einer Wasserrettung nach Harkebrügge zum dortigen See gerufen. Es wurde mit allen sechs Fahrzeugen und dem Rettungsboot ausgerückt.
Nachdem Eintreffen der Feuerwehr stellte sich heraus, dass ein mit zwei Personen besetzter PKW komplett im Wasser versunken war. Polizisten und Rettungsassistenden des DRK waren bereits im Wasser, das Fahrzeug war jedoch bereits zu tief abgesunken.
Das Rettungsboot wurde von den Feuerwehrkameraden zu Wasser gelassen, und der bereits kurz nach der Feuerwehr eintreffende Taucher der DRK Wasserwacht wurde von Land aus durch das Bereitstellen einer Leine unterstützt.
Nach kurzer Zeit konnte durch den Taucher die erste Person gerettet werden. Zahlreich alarmierte Kräfte umliegender DRK Rettungswachen, DLRG, die Besatzung eines Rettungshubschraubers und weitere Notärzte kümmerten sich um die Reanimation des Patienten.
Da der am steil abfallende Ufer befindliche PKW weiter in die Tiefe abzurutschen drohte, wurde gemeinsam mit dem Taucher das Seil des Greifzuges am PKW angebracht um die Lage zu stabilisieren, und den PKW wieder in Richtung Ufernähe zu ziehen. Durch diese Maßnahme konnte auch die zweite Person gerettet werden, und auch bei ihr wurden Reanimationsmaßnahmen begonnen. Nachdem durch das THW aus Cloppenburg der PKW an Land gezogen wurde, konnten auch die Sicherungsmaßnahmen der Feuerwehr zurück gebaut werden, und das Rettungsboot wieder an Land geholt werden.

Medienberichten zu Folge sind die beiden Patienten leider im Krankenhaus verstorben. Kommentar: Mit Erstaunen wurden die Reaktionen in den sozialen Netzwerken durch die Kameraden der Feuerwehr zur Kenntnis genommen. Ein Interesse der Bevölkerung an den aufsehenerregenden Maßnahmen der eingesetzten Rettungskräfte ist durchaus verständlich und nachvollziehbar - Pressearbeit, Internetauftritt und Facebookseite der Feuerwehr Barßel tragen diesem auch Rechnung. Teilweise zu lesende "Schuldzuweisungen" an die Opfer bzw. Verhämungen sind jedoch für niemanden, besonders nicht für die trauernden Angehörigen hilfreich - zumal die besonderen Umstände des Unglücks nicht rekonstruierbar sind. Aber: "There's a story behind every person".
In diesem Sinne ist ein wenig mehr Respekt vor anderen Menschen ohne Vorverurteilung angebracht.

Filmbericht zum Einsatz im NDR
Pressemeldung der Polizei
Bericht in der Online- Version des General- Anzeiger Rhauderfehn
Bericht des THW Cloppenburg